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Weltweit führend bei Schiffsfußböden - GTF Freese nutzt virtualisierte Server und Nemetscheks Bau financials

Fortschrittlich ist die Bremer G. Theodor Freese GmbH & Co. KG (GTF Freese) schon immer gewesen. Aus einem kleinen, 1910 gegründeten Hafenservicebetrieb wurde durch viele gute Ideen im Laufe der Jahrzehnte ein vielseitiges Schiffbauunternehmen und schließlich eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Schiffsfußböden und deutschlandweit im Bereich Fußbodentechnik. Im hundertsten Jahr des Bestehens sind die Bremer auch als Computeranwender Trendsetter – sie setzen auf virtualisierte Server und ausgelagerten Festplattenspeicher (SAN).

Begonnen hat vor etwas mehr als hundert Jahren alles mit Arbeiten auf dem Bremer Hafengelände. Heute ist GTF Freese mit seinen 350 Mitarbeitern auf den Werften der Welt tätig (z.B. in Südkorea, China, Finnland und Frankreich) und hat Tochtergesellschaften in Südkorea, Istanbul und Luxemburg. Ein Familienunternehmen ist GTF Freese aber immer geblieben – neben Olaf Plöger und Jörg Stengel leitet Christian Freese, der Urenkel des Firmengründers, die Geschicke des Unternehmens.


Abb.: Das Einkaufszentrum Loop5, südlich von Darmstadt, wurde mit fast 100.000 m2 Fußböden ausgestattet, unter anderem mit dem schönen Richtungsanzeiger (kleines Bild). (Fotos: GTF Freese)

Den Bremer Umweltpreis gewonnen
Spezialisiert hat sich GTF Freese auf die Bereiche maritimer Korrosionsschutz, Schiffsfußböden und Fußbodentechnik. Zum Korrosionsschutz zählen die Vorbehandlung und Beschichtung von Stählen. Kreativ und zugleich umweltbewusst hat GTF Freese ein innovatives Schutzverfahren an den Schiffbau angepasst – die Bremer nutzen zur Untergrundverarbeitung nicht mehr Sand, sondern Trockeneis. Bei dieser Methode gibt es keinen Abfall durch das Strahlgut. Für dieses umweltschonende Verfahren erhielt das Unternehmen 2003 den ersten Bremer Umweltpreis.
Bekannt ist GTF Freese außerdem durch seine Fußböden für Schiffe und den industriellen Hochbau. Die Bremer haben eigene Produkte (Unterböden, Schallschutzböden, Bodenbeschichtungen) entwickelt, fertigen sie in ihren Produktionsanlagen an den Standorten Bremen und Korea und bauen sie ein. Mit großem Erfolg: GTF Freese ist weltweit einer der Marktführer für Schiffsdeckbeläge.
Dadurch hat GTF Freese natürlich auch zahlreiche Referenzen vorzuweisen. Als wesentlicher Lieferant der Meyer Werft hat GTF Freese beispielsweise alle AIDA-Kreuzfahrtschiffe mit Böden bestückt, aber auch Luxusyachten, Handelsschiffe, Fähren oder Offshore-Plattformen. Im Industriebau liefert und installiert das Unternehmen unter anderem Böden für Einkaufszentren (u.a. ein großes Einkaufszentrum in Bern sowie Loop5, Weiterstadt) tätig. Im derzeit größten Projekt im Bereich Fußbodentechnik werden mehr als 200.000 m2 Bodenflächen für das Projekt „Neubau Flughafen Berlin Brandenburg International Schönefeld (BBI)“ erstellt.

Seit zwanzig Jahren Kunde
Ein rundes Jubiläum kann GTF Freese auch bei der Software vorweisen – das Unternehmen hat 1990 die AS/400-Lösung der Nemetschek Bausoftware GmbH (damals noch Henke & Partner GmbH) eingeführt. 2002 stellte man schließlich auf Bau financials um. Die Bremer setzen die Gesamtlösung aus baukaufmännischem Teil (mit Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Lagerwirtschaft, Kostenrechnung und Gerätebuchhaltung), Bautechnik (mit Kalkulation und Rechnungsschreibung) und Lohn / Gehalt ein und sind damit nach wie vor sehr zufrieden. Für Dipl. Wirtschaftsing. Jens Radloff, den Controller von GTF Freese, ist „Bau financials das beste Programm, das ich bisher kennen gelernt habe, gerade, was die Auswertungsmöglichkeiten in der Kostenrechnung betrifft. Wir bekommen schnelle Auswertungen über Einzelbelege und Zwischensummen. Es ist ein schönes Arbeiten mit dem Programm.“


Abb.: Auf dieser Offshore-Plattform haben Freeses Mitarbeiter in Korea Bodenbeschichtung im Innenbereich verlegt.

Einsatz virtueller Server und einer ausgelagerten Speichereinheit
Ein fortschrittliches Serversystem setzt GTF Freese schon seit der Einführung von Bau financials ein. Die Mitarbeiter haben keine lokalen PCs, sondern Thin Clients, mit denen sie über eine CITRIX-Lösung Zugriff auf zentral administrierte (Terminal-) Server haben. Wartezeiten beim Hoch- und Runterfahren des Rechners gibt es also nicht mehr und jeder nutzt dieselbe Arbeitsoberfläche.
So viele Vorteile diese Lösung hat – sie erfordert den Einsatz leistungsstarker Terminalserver. Im Fall der GTF Freese bedeutete das den Einsatz von 11 Geräten, auf denen verschiedene Anwendungen liefen. Die Bremer entschieden sich nun, gemeinsam mit Nemetschek Bausoftware, das Serversystem zu „virtualisieren“, d.h. nur drei Server einzusetzen und mit ihnen eine größere Anzahl von Servern zu simulieren.
Die Server haben keine lokalen Festplatten mehr, vielmehr nutzt GTF Freese eine externe Speichereinheit – ein so genanntes SAN (Storage Area Network). Dies bringt dem Netzwerkadministrator Norbert Nadolny eine deutliche Arbeitserleichterung. Er ordnet einem Server nun einen Speicherplatzbereich aus diesem SAN-„Pool“ zu. Das bedeutet, er muss bei Speichermangel keine zusätzliche Speicherplatte einbauen, sondern bedient sich aus dem Pool. Die Vergabe von Speicherplatz erfolgt also sozusagen dynamisch und die Zuordnung ist einfacher.
Ein weiterer Pluspunkt: Sollte einmal ein Server ausfallen, erledigen die beiden anderen automatisch die Arbeit mit. Dass beim Ausfall eines Servers Anwendungen ausfallen, kann im neuen System nicht mehr passieren.
Nadolny meint dazu: „Die Vorteile liegen auf der Hand. Wir haben weniger Hardware, nur einen großen Speicherpool. Die Dateisicherung wird einfacher. Und man darf den Umweltaspekt nicht vergessen – bisher liefen 11 Server und die Klimaanlage im Serverraum auf Hochtouren. Künftig werden wir voraussichtlich einen erheblich geringeren Stromverbrauch haben.“


Abb.: Auch bei kleineren Projekten ist Freese beteiligt – hier eine Kölner Schule.

Virtualisierung funktioniert mit Abstraktionsschicht
Die Vortäuschung nichtexistenter Hardware funktioniert über eine spezielle Software, in diesem Falle VMware. Diese Software sorgt sozusagen für eine Schicht zwischen Betriebssystem und Server. Durch diese „Abstraktionsschicht“ wird man unabhängig von der darunter laufenden Hardware. Sie zeigt dem Betriebssystem immer die gleiche Hardware an – ganz gleich, auf welchem Gerät die Virtualisierungsschicht läuft. Man löst sich also sozusagen komplett von der Hardware.
Für Nadolny ist das eine tolle Errungenschaft: „Durch die Virtualisierung bekommen wir für jeden (Windows-)Server CPU, Netzwerk und Arbeitsspeicher zur Verfügung gestellt und Windows ist nicht mehr mit der Hardware verbunden. Für uns bedeutet das nicht nur den Einsatz von weit weniger Hardware und damit eine deutlich effektivere Nutzung - die Einrichtung und Pflege dieser Plattform ist auch erheblich einfacher. Der Austausch von Hardware geht ebenfalls schnell, problemlos und von den Kollegen unbemerkt. Über die Virtualisierungsschicht wird das neue Gerät eingerichtet, die virtuellen Server verschoben und anschließend das alte Gerät abgeschaltet. Das Betriebssystem wird dabei nicht beeinflusst und jeder Mitarbeiter kann in der Zeit uneingeschränkt weiterarbeiten.“

Mehr über GTF Freese unter:

www.gtf-freese.de