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Die Wiebe Holding GmbH nutzt Bau financials BK


Wer in Europa mit der Eisenbahn unterwegs ist, fährt vielleicht gerade über Gleise, die die Unternehmensgruppe Wiebe gelegt oder in Stand gesetzt hat. Die Wiebe Holding GmbH im norddeutschen Achim und ihre Tochterunternehmen gehören europaweit zu den Marktführern im maschinengebundenen Gleisbau. Auch im Ingenieur- und Hochbau hat Wiebe, Bau financials BK-Kunde seit 1998, einige beeindruckende Projekte vorzuweisen – etwa den Fallturm der Universität Bremen, die Renovierung des Bremer Theaters am Goetheplatz oder komplizierte Brückenneubauten.

„Der Gleisbau ist allerdings nach wie vor unser Hauptstandbein“, erläutert Dipl.-Bw. Sandra Wiebe-Legenhausen. Sie steht zusammen mit ihrem Vater als Verwaltungsrätin und Gesellschafterin der Unternehmensgruppe mit über 1300 Mitarbeitern vor – einer Gruppe, zu der neben der H.F. Wiebe GmbH und der Sächsische Bau GmbH beispielsweise auch eine rumänische und eine ungarische Tochterfirma zählen. Die Arbeiten finden daher auch europaweit statt: „Wir haben schon in Skandinavien, den Beneluxländern, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Griechenland Aufträge ausgeführt“, erzählt Wiebe-Legenhausen. „Aber natürlich machen wir auch viel in Deutschland. Unter anderem haben wir Teile der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Frankfurt sowie der Strecke Hannover-Berlin gebaut. Dabei konnten wir auf unseren großen Maschinenpark mit Reinigungsmaschinen, Umbauzügen und Lokomotiven zurückgreifen.“ Der ganze Stolz dieses Maschinenparks ist ein Technikwunder mit dem unscheinbaren Namen RPM (d.h. Recycling-Planumsverbesserungsmaschine) 2002. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine der größten Gleisbaumaschinen der Welt. Der 700 Meter lange Koloss wurde wegen seiner Umweltfreundlichkeit sogar vom Bundesumweltministerium gefördert.


Abb.1: Im Gleisbau gehört Wiebe zu den führenden Unternehmen (Quelle: Wiebe Holding GmbH)

Trend geht Richtung Ausland
Aktuell plant Wiebe, sein Geschäftsfeld in Europa zu erweitern. Erste Auslandsarbeiten habe man zwar bereits 1988 in Belgien durchgeführt, aber so richtig expandiert habe Wiebe 2001, so Sandra Wiebe-Legenhausen. In jenem Jahr erhielt man nicht nur einen ersten Großauftrag in Rumänien, sondern gründete auch die ungarische Tochter Wiebe Hungária Kft. Nächstes Ziel der Wiebe-Gruppe soll Polen sein – und zwar keineswegs nur im Gleisbau. „Wir wollen uns dort am Bau von Windparks beteiligen“, weist Wiebe-Legenhausen auf ein neues Projekt der vielseitigen Unternehmensgruppe hin. Und lächelt: „Wir haben gute Erwartungen.“

1998 Bau financials BK eingeführt
„Gute Erwartungen“ hatte man 1998 bei Wiebe auch an die neue kaufmännische Softwarelösung Bau financials BK – und die wurden voll erfüllt. Wiebes EDV-Leiter Dipl.-Ing. Peter Worm erklärt, man habe wegen des bevorstehenden Jahrtausendwechsels eine neue Software gesucht und sich für Bau financials BK entscheiden. Eine gute Wahl, meint Worm – schließlich sei Bau financials „eine sehr stabil laufende Anwendung. Außerdem können wir uns immer auf Hotline und Update-Dienst verlassen.“ Im ersten Jahr nahm man noch Parallelbuchungen zum alten System vor; ab 2000 nutzte Wiebe ausschließlich Bau financials BK. Heute verwenden die Software mehr als 120 Mitarbeiter für Finanzbuchhaltung, Betriebsbuchhaltung, Geräteabrechnung und Baulohn.
Bilanzbuchhalterin Sabine Pols, Leiterin Rechnungswesen, freut sich, dass sie mit Bau financials sämtliche Buchungen seit der Programmeinführung nachsehen kann. Sie nutzt das Programm für alle Bereiche der Finanzbuchhaltung – Rechnungserfassung, Rechnungseingang und –ausgang, Zahlungen, Anlagevermögen, Bankbuchungen (d.h. Verbindung zum Zahlungsprogramm MultiCash), Mahnwesen, Bürgschaftsverwaltung und ARGE-Abwicklung. Letztere wird vom Einrichten eines Basismandanten mit Kontenplan, Bilanz und GuV bis zur Rechnungsbearbeitung komplett mit Bau financials durchgeführt. Da die Konzernbuchhaltung zentral in Achim stattfindet, benötigt Sabine Pols zudem eine Software, mit der sie die Tochterfirmen perfekt buchhalterisch bearbeiten kann.


Abb.2: Experimente in der Schwerelosigkeit erlaubt der von Wiebe gebaute Fallturm an der Bremer Universität. (Quelle: Wiebe Holding GmbH)

Nemetschek-Schnittstelle für rumänischen Zahlungsverkehr
Die rumänischen Tochterfirmen nutzen wegen spezieller Gesetzesvorgaben eine eigene Buchhaltung – für sie führt Sabine Pols in Achim nur eine „Schattenbuchhaltung“ durch, die beispielsweise Zahlungen in Rumänien dient. Den Grund erläutert Peter Worm: „Normalerweise verwenden wir den deutschen oder internationalen Standardzahlungsverkehr. Das geht aber in Rumänien nicht. Für Zahlungen der Wiebe Romania an Nachunternehmer wird ein besonderer Inlandszahlungsverkehr benötigt. Unser Bankprogramm MultiCash besitzt ein dafür passendes Modul. Damit das Programm die Daten aus Navision ziehen kann, hat uns Nemetschek Bausoftware eine eigene Schnittstelle programmiert. So können wir einfach von Achim aus die Daten an die rumänische Bank übersenden, die dann leicht die Zahlungen vornimmt.“
Die Wiebe Holding setzt Bau financials BK auch zur Verwaltung des Anlagevermögens (Anlagespiegel, Abschreibungen) ein. Als sehr hilfreiches Modul für das Controlling bezeichnet Pols außerdem den Erweiterten Jahresabschluss. Damit lässt sich sofort die Ergebniswirksamkeit von Jahresabschlussbuchungen feststellen, ohne tatsächlich buchen zu müssen. Die Finanzexpertin unterstreicht, sie könne dort virtuelle Buchungen eingeben und erhalte so eine Bilanz / Erfolgsrechnung unter Einberechnung dieser vorläufigen Buchungen. Diese Auswertung erscheint nicht automatisch in der Finanzbuchhaltung – sie bietet aber einen guten Überblick über den aktuellen Stand. In die „echte“ Bilanz (Echtbuchung) können die Buchungen bei Bedarf problemlos übernommen werden.
Als weiteres Sondermodul nutzt Wiebe das Forderungsmanagement. Sabine Pols erklärt, damit würden ganz einfach Mahnungen erzeugt. „Bei der Erfassung der Ausgangsrechnungen erfassen wir auch die Zahlungsbedingungen mit. Das Modul erzeugt eine Mahnvorschlagsliste mit Debitor, Betrag, Fälligkeit und Kostenstelle. Ich muss dann nur noch die Mahnung ausdrucken. Das ist sehr praktisch, denn man weiß durch das Modul immer, wann gemahnt werden muss.“
Auf weitere Nemetschek-Software greift Wiebe übrigens auch zurück, nämlich die Nebatim-Zeiterfassung und das Dokumentenmanagement DocuWare. Die Workflowsoftware JobRouter könnte auch bald konzernweit eingeführt werden – die Tochterfirma Sächsische Bau setzt sie in ihren Niederlassungen bereits ein.



Abb. 3: Eine der größten Gleisbaumaschinen der Welt - die RPM 2002 (Quelle: Wiebe Holding GmbH)