‚Bau für Windows’ für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke
Die mittelständische SGL gibt es seit 1993. Bei der Sanierung der ehemaligen Braunkohlentagebaue noch mit Großgeräten erzielten 1995 über 1200 Beschäftigte einen Jahresumsatz von 120 Mio. DM. „Derzeit erwirtschaften ca. 250-280 Mitarbeiter 20 Mio. € mit einer sehr viel größeren Anzahl von Geschäftsvorfällen. Nicht nur das Mehr an Projekten, auch die komplexeren Kalkulationen, Aufträge und Verträge mit sehr unterschiedlichen Kunden in verschiedensten Baugewerken hat die Software zu unserer Zufriedenheit verkraftet“, schätzt Dr. Frenzel ein.
Zu den Tätigkeitsschwerpunkten zählen Leistungen im Bereich des Rückbaus bzw. der Demontage von Gebäuden und Anlagen über Altlastensanierung, Erdbau, Verdichtungsleistungen, Rekultivierung und Forstwirtschaft bis hin zu Arbeiten im Kanal- und Wasserbau, der Betonsanierung sowie der Errichtung von Straßen und Ingenieurbauwerken. Ein unabhängiges analytisches Labor mit seinen bundesweiten Dienstleistungen gehört ebenfalls dazu. 1997 wurde die Tochtergesellschaft ‚b+f Beton- und Fertigteilgesellschaft mbH Lauchhammer’ gegründet.
„All das wird mit Bau für Windows kaufmännisch betreut, verwaltet, kalkuliert, angeboten, abgerechnet und kontrolliert“, hebt Dipl.-Kaufmann Bennicke, Einkaufsleiter und zugleich EDV-Verantwortlicher hervor. „Diese Software ist eines der wenigen Pakete, mit denen man das alles integriert bekommen kann. Deshalb haben wir sie ausgewählt.“
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Tiefenverdichtung mittels Rütteldruckverdichtung am Restloch Drochow
(Brandenburg) | Tiefenspezifische Beprobung von
Tagebaurestseen zur Überwachung der
Gewässergüte in rutschungsgefährdeten
Uferbereichen mittels Hubschrauber |
Herr Petzold, Leiter Controlling, setzt fort: „Erster Ansatzpunkt war, eine gut funktionierende Buchhaltung auf den Weg zu bringen, dann unser Spezialthema Personalabrechnung mit allen knappschaftlichen Besonderheiten. Aus Controlling-Sicht haben wir allerdings sowohl mit der Software als auch in der SGL-Unternehmensorganisation durchaus noch Reserven. Die Zahlen aus Bau für Windows sind bei uns ‚heilig’ – Punkt. Unser Gesellschafter hat klare Anforderungen definiert, wie das Reporting aussehen soll, so z.B. der ‚monatliche Auswertebogen’. Für das Controlling benötige ich darüber hinaus andere Auswertungen bzw. Gruppierungen dieser Daten, z.B. den Überblick über ein Gesamtprojekt in kumulierter Form oder nach bestimmten Zeiträumen. Tendenzen und Prognosen stelle ich mit einem MIS-Tool noch deutlicher dar. Die Software ist flexibel, ideal geeignet Sparten und Geschäftsbereiche abzubilden. Damit lassen sich für uns optimale Auswertungen erstellen.“
„Im vorigem Jahr verhalf uns Bau für Windows zu einem wesentlichen Qualitätssprung’“, bringt der Controller einen weiteren Gedanken ins Gespräch:
Mitlaufende Ergebnisrechnung
„Mit zwei zusätzlichen, für unseren Bedarf spezialisierten Auswertungen ist das jetzt eine ‚optimale Geschichte’: Die Ist-Zahlen stellen ja immer eine Vergangenheitsbetrachtung dar, aber als Controller fragt man darüber hinaus, was geplant war bzw. ist. Wir bei der SGL vertreten dabei folgende Philosophie: Die Geschäftsführung gibt z.B. die Planzahl für den Gesamtumsatz eines Geschäftsjahres vor. Die wird dann in die einzelnen Geschäftsbereiche heruntergebrochen und bis auf Einzelprojekte gegliedert. In diesem frühen Planungsstadium lassen sich nur Annahmen aus Erfahrungswerten treffen. Aber so gewinnen wir eine Basis für Prognosen, Quartals-Vorschauen, etc. Die so gewonnenen Planzahlen vergleichen wir kontinuierlich mit den Istwerten unserer Baustellen.
Ansatzpunkt unseres EDV-Leiters Herrn Pritzkow war folgende Überlegung: Mit Bau für Windows kalkulieren wir unsere Projekte konsequent nach Kostenarten gegliedert. Wir nutzen dabei zwar keine Kalkulationsstammdaten, trennen aber dennoch klar nach Personal-, Material-, Gerätekosten usw. Dem stellen wir dann die tatsächlich gebuchten Ist-Kosten gegenüber. Aus der monatlichen Abrechnung der Leistungseinheiten können wir für jede LV-Position rückwirkend in die Kalkulation schauen. So sehen wir, wo wir kostenseitig stehen soll
ten. Dieses hervorragende Werkzeug nutzen neben mir auch viele Bauleiter. Je genauer wir uns bereits in der Kalkulation festlegen, desto besser ist diese Betrachtung. So erreichen wir qualitativ hohe Fortschritte durch eindeutige Abweichungs-Analysen. Eine Vorschau auf 1,8 – 2 Mio. € Leistung mit Ist-Abweichungen von 20 – 30 T€ wird wohl niemand in Frage stellen. Ein besonderes ‚Schmankerl’ ist, dass man in der Ist-Spalte vom Konto aus bis auf jeden Einzelbeleg ‚herunter schauen’ kann. Das erlaubt schnelle Detailinfos für ‚zwischendurch’ und ist zugleich ein optimales strategisches Instrument für den Baubetrieb.“
Potenzial für weitere Arbeitserleichterung: Nachunternehmer-Betreuung
Das Thema ist in Bau für Windows sehr komfortabel gelöst, urteilt Herr Bennicke: „Wenn ich schon in der Kalkulation konsequent in Leistungs- und Kalkulationsbereiche unterteile, habe ich beste Voraussetzungen für alle Folgeschritte der Nachunternehmer-Betreuung, z.B. GAEB-Austausch der NU-Daten, NU-Angebotsvergleiche ... Eine gute Sache, die wir noch zu wenig nutzen, weil einige Vorarbeiten z.B. bei unserem Gewerkestamm noch geleistet werden müssen. Aber dieses Modul wird uns durch einfachere Abläufe weitere Erleichterungen bringen.“
Frau Hänzka hat im Unternehmen Betriebsbuchhaltung und Kostenrechnung von Anfang an mit Bau für Windows-Unterstützung gelernt. Sie berichtet von den Herausforderungen, die Kostenrechnung auf die betriebsspezifischen Bedingungen abzustimmen, zumal neben der Sanierungsgesellschaft auch noch ein Fertigungsbetrieb für Betonfertigteile und die Dienstleistungen des Labors abzurechnen sind. Für den SGL-Teil erforderte das eine starke Untergliederung der Kostenrechnung mit zahlreichen Umlagesätzen, Baustellengemeinkosten usw. Jetzt ist die Betriebsabrechnung mit der Kalkulation abgestimmt und bietet den Mitarbeitern dort eine exakte Arbeitsgrundlage.
„Software kann nur so gut sein, wie die Menschen, die sie nutzen!
Wir haben anfangs nicht alle Möglichkeiten richtig eingeschätzt, sind manche Dinge etwas ‚blauäugig’ angegangen“, resümiert der Geschäftsführer. „Weil Regularien fehlten, wurde z.B. der Adressenstamm mit Dubletten unnötig aufgebläht. Ebenso war anfänglich die Anzahl der Kostenstellen unnötig groß. Das hat uns später manche Auswertemöglichkeiten erschwert. Beratende Gespräche, wie solche Überfrachtungen effektiv zu beseitigen sind und einige andere Analysen noch nicht genutzter Potenziale taten dem Unternehmen gut. Überhaupt hat sich die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Frau Dr. Köhler und ihren Mitarbeitern sehr bewährt. Auf die Lösung eines Problems haben wir in all den 10 Jahren nie warten müssen. Kurze Reaktionszeiten und allzeit hohe Kompetenz – das schätzt jeder unserer Bau für Windows Anwender in der SGL. Solange die Software weiter gepflegt wird, bleiben wir dabei. Denn sie liefert uns alles, was wir derzeit brauchen. “aq