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"Weil die Software des Schweizer Baumeisterverbands Flickwerk ist, verwenden große Baufirmen eine deutsche Lösung. ... Die Baufirma Frutiger bildete da keine Ausnahme und integrierte als erstes Schweizer Unternehmen die Software aus dem Hause "Nemetschek Bausoftware" und wurde so, wie sich jetzt zeigt, zum Trendsetter", wertete Dominic Sturm die EDV-Situation am Bau in der Zeitschrift Computerworld (NR.24/15. JUNI 2001). Das integrierte Programm-Paket Bau financials des deutschen Bausoftware-Spezialisten findet seit seiner Markteinführung im Herbst 97 im gesamten deutschsprachigen Raum starke Beachtung. Vielen mittelständischen und industriellen Unternehmen scheint diese durch ihren modularen Aufbau äußerst flexibel einsetzbare Software die erwarteten Zukunftsgarantien zu bieten.

Hans Amport (l), Finanz-Chef,
und Dieter Scherer (r),
Leiter EDV der Frutiger AG | Vier Jahre Erfahrungen
Dieter Scherer, Leiter EDV, und Hans Amport, Finanz-Chef der Frutiger AG, werden ziemlich oft danach gefragt. Befreundete Unternehmen, aber auch direkte Wettbewerber möchten dem Trend folgen. Wie der interessierte Journalist, erhalten sie alle bereitwillig und ausführlich Antwort auf ihre Fragen. Man spürt das Engagement für und die Überzeugung von dieser Lösung, wenn Herr Scherer sagt: "Ich kenne kein anderes Produkt am Schweizer Markt, dass sich bedeutend weiter entwickelt hätte. Die Evaluation würde heute sicher genauso ausfallen wie damals. Wir haben uns 1997 für das richtige Produkt und einen guten Partner entschieden. Unsere Forderungen an das System sind inzwischen weitgehend erfüllt - und die waren bei uns besonders hoch gesteckt." |
"Entscheidend sind nicht die Finanz- und Betriebsbuchhaltung", betont Herr Amport, "diese Leistungen muss heute jedes gute Softwarepaket bringen. Stolperstein bei der Suche war stets der Werkhof." An der Art der Problemlösung für Vermietung und Verrechnung des Werkhofes seien bei der Evaluation alle anderen Anbieter gescheitert. Aus technischer Sicht wichtig wäre, dass die Gesamtlösung für alle kaufmännischen Belange sehr unkompliziert im Betrieb sei, erläutert der EDV-Chef und ergänzt: "Es steckt eben eine ordentliche Datenbank dahinter. Mit der hatten wir in den ganzen Jahren nie ein Problem. Die ODBC-Schnittstelle erlaubt den Datenaustausch mit anderen Applikationen. Und jeder, der Windows und Office bereits kennt, findet sich problemlos auch in Bau financials zurecht."
Nur Leistung und Qualität zählen am Markt
Das gilt für den Baubetrieb wie das Softwarehaus. Gleichbleibend gute Arbeit, Zuverlässigkeit, Tradition und hohe Kompetenz in allen Sparten des Baugewerbes haben der Unternehmensgruppe Frutiger zu dauerhaftem wirtschaftlichen Erfolg verholfen. Und obwohl technisches und personelles Potenzial in den letzten Jahren nicht aufgestockt wurde, verzeichnete man beim Umsatz - entgegen dem allgemeinen Trend - deutlich kräftiges Wachstum. Nur eine effiziente EDV-Unterstützung kann den dafür anstehenden administrativen Aufwand gering halten. Sie ist unabdingbar. Immerhin hat die Frutiger AG für ca. 30 Firmen sowie etwa 100 Arbeitsgemeinschaften und Baugesellschaften die gesamte Buchhaltung abzuwickeln. Für rund 1.500 Personen gilt es die Löhne und Gehälter zu rechnen. Und eben auch die Bewirtschaftung von mehr als 4.000 Maschinen, Geräten und Fahrzeugen wäre ohne EDV nicht denkbar. Basis der nun mittlerweile seit 1998 eingesetzten Gesamtlösung von Nemetschek ist die branchenneutrale Business-Software NAVISION FINANCIALS. Inzwischen haben ca. 100 Benutzer Zugriff auf Bau financials. Wen wundert es, dass andere in solch einem Unternehmen anklopfen, um von den Erfahrungen der Erfolgreichen zu partizipieren. Finanzchef Amport fasst es in einfache Worte: "Wir sitzen doch alle im gleichen Boot. Unter den Kaufleuten haben wir da ein unverkrampftes Verhältnis. Solche Informationen geben wir gern weiter. Wir machen auch immer wieder Software-Demo's, geben Referenzen ab. Es ist für alle ganz erstaunlich, dass die komplette Einführung der neuen Programme ohne große Schwierigkeiten lief - inklusive der Jahresabschlüsse, die ja für die EDV stets als besonderer Prüfstein gelten. Fragen gibt es stets auch zur Zusammenarbeit mit dem deutschen Partner. Da kann ich nur immer wieder bestätigen, dass alles innerhalb der gesetzten Termine gut funktioniert hat. Und wenn ich das Preis-/Leistungsverhältnis beurteile - es stimmt nach wie vor. Ein sehr positiver Aspekt für mich ist auch, wie gut wir in Bezug auf die Anpassung der Software an unsere speziellen Wünsche betreut wurden. Ich verschweige natürlich auch nicht, dass es die eine oder andere Schwierigkeit gegeben hat. Aber bei solch großen Projekten sind Reibungsflächen nie ganz zu vermeiden - bei beiden Partnern. Das ist meine Erfahrung aus den drei Software-Umstellungen die ich bei Frutiger selbst durchgezogen habe", resümiert Herr Amport.
Spezialität - Werkhof
Der Frutiger-Werkhof bietet seine Dienstleistungen nicht nur den eigenen Baustellen und Arbeitsgemeinschaften an, sondern auch jedem Dritten: Material-Lieferungen, Werkstatt-Leistungen, Geräte-Vermietungen. Mit knapp 200 Mitarbeitern werden hierbei Umsätze erwirtschaftet, auf die auch ein eigenständiger Betrieb stolz sein könnte. Die Software dafür muss sehr flexibel sein. Sie wurde gemeinsam mit der Nemetschek Bausoftware GmbH konzipiert, getestet und optimiert. Im Modul 'Werkhof' sei das alles jetzt gelöst - und zwar sehr gut. Kein anderes Produkt biete heute diese Möglichkeiten, heben beide Gesprächspartner mit Nachdruck hervor. Das sei ein gutes Zusammenspiel beider Partner gewesen.

Mit modernem Gerät ist Frutiger u.a. auch auf
Rammarbeiten für Spundwände spezialisiert | Lohnrechnung in 4 Sekunden
Baulohn und Personal-Informations-System galt es für die Schweizer Bedingungen neu zu programmieren, bzw. anzupassen. Bei PrimeVision, einem Navision Solution Center in Aarburg, wurde dieses Modul für Bau financials neu gestaltet. Intensive Zuarbeit von Frutiger und weiteren interessierten Unternehmen erlaubte eine Programmierung für die unterschiedlichen kantonalen und firmenspezifischen Besonderheiten - auch bezüglich des BVG. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, besonders im Laufzeitverhalten.Die größte separat abgerechnete Lohngesellschaft habe ca. 550 Mitarbeiter. Alle Abrechnungen, Monats- oder Stundenlohn-Basis gemischt, werden in einem Lauf in etwa einer halben Stunde erledigt. Im Schnitt weniger als 4 Sekunden pro Arbeitnehmer - ein Super-Wert. |
| Das Personal-Informations-System befindet sich bei Frutiger gerade in der Abschlussphase seiner Einführung. Dann könne auch dieser ziemlich große Bedarf an Daten, die über die reine Lohnabrechnung hinaus gehen, für die Personalabteilung abgedeckt werden. |
Dokumenten-Management
Schon das Pflichtenheft zur Evaluation fixierte die Bedingung zur Integration eines digitalen Archivierungssystems. Der Einsatz eines solchen Systems wird heute immer wichtiger, erklärt Herr Scherer. Bisher mussten alle Eingangsrechnungen und die jährlichen Ausdrucke der Buchhaltung auf Mikrofilm archiviert werden. Man wolle kein separates System mehr, sondern den Online-Zugriff von jedem berechtigten Arbeitsplatz aus. Damals war das noch Zukunftsmusik. Seit kurzem aber gibt es für Bau financials eine fertige Schnittstelle zur Integration des DMS DocuWare. Die vorhandene Schnittstelle zur wichtigsten Applikation im Unternehmen favorisiere natürlich diese Software. Noch sei man zwar bei der Prüfung, wolle die erste Phase der Implementierung aber noch in diesem Jahr angehen. Dann könnten auch die anderen Dokumente, wie Listen der Lohnabrechnungen und Ausgangsrechnungen z.B. für den Werkhof direkt aus Bau financials in einem Arbeitsschritt parallel zum Ausdruck digital archiviert werden. Und weil alles integriert sei, könne man dann auch direkt aus Bau financials die Dokumente zu den Zahlen in den entsprechenden Konten am Bildschirm anzeigen.
Weitere Projekte im Plan
Sobald das DMS-Projekt abgeschlossen sei, werde man sich weiter mit den neuen Angeboten zu der Lösung beschäftigen. Ein Management-Informations-System könnte z.B. die Führungsebene des Unternehmens wirkungsvoll mit Controlling-Instrumenten unterstützen. Doch wolle man nicht zu viel parallel starten, denn jedes Projekt belaste neben Zeit- auch personelle Ressourcen. Und die würden bei allen Beteiligten dann auch mal an Grenzen stoßen. Dennoch sei man gegenwärtig dabei, über die ODBC-Schnittstelle von Bau financials eine Generalunternehmer-Software von BAUCAD anzubinden, um kurzfristig auch diesen unternehmerischen Bereich ins Gesamtsystem zu integrieren.
Appetit kommt beim Essen ...
... und Akzeptanz für Software beim Gebrauch mit dem persönlich spürbaren Nutzen. Nachdem das System überall eingeführt war, die Kaufleute alles voll im Griff hatten, bot man auch einigen Abteilungs- und Projektleitern in den Bauabteilungen den Lesezugriff auf ihre Baustellenkonten an. Das habe sich mit den Zugriffsberechtigungen ganz flexibel organisieren lassen. Sehr schnell kamen dann aber auch von anderen Abteilungen Wünsche. Später werde man das bis auf Bauführerebene realisieren. Wenn eine solch Resonanz gerade von den Technikern komme, werte man das als besonders positives Ergebnis beim Gesamtprojekt.
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