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Mut gehörte 1998 schon dazu, bei der EDV-Neuorientierung einem deutschen Produktanbieter den Vorzug vor den an die Schweizer Gegebenheiten bereits angepassten inländischen Anwendungen zu geben. Seitdem es im Unternehmen überhaupt EDV gab, hatte man sich auf standardisierte Branchenlösungen verlassen und war damit all die Jahre auch sehr zufrieden. Eigentlich gab es keinen grundsätzlichen Gedanken an einen Wechsel, als vor dem Entscheid für die Folgegeneration eine Evaluation aller noch vorhandenen Produkte stattfand.
Klare Prämissen
Zum 1.1.99 sollte im Unternehmen die neue Software eingesetzt werden. Eine moderne Bedieneroberfläche nach dem inzwischen üblichen Windows-Standard wollte das Projektteam haben - eine Datenbanklösung, die Wege für die Zukunft offen hält. Aus der Größe der Unternehmensgruppe, ihrer zentralen Verwaltung mit einem Lean Management' und kaufmännischer Dienstleistung - für alle resultieren besondere Bedürfnisse, beispielsweise an das Reporting. Nur sehr variable und vielfältige Auswertungsmöglichkeiten genügen als Basis für effizientes Controlling. Außerdem gilt es trotz relativ großen Datenmengen schnell und aktuell handlungsfähig zu bleiben. Eine nutzerfreundliche Standardlösung mit allen bauspezifischen Fähigkeiten der bisherigen EDV-Module war gefragt. Die Integration aller einzusetzenden Teilmodule stand ganz oben im Anforderungskatalog, damit die Daten nur einmalig erfasst, redundanzfrei gespeichert werden und allen Nutzern auf dem gleichen aktuellen Stand bereit stehen.
Vier Produkte in der engeren Wahl
Ueli Wildhaber, Finanzchef und Mitglied der Geschäftsleitung, zeichnet für das IT-Projekt verantwortlich: "Leider zeigte sich keines der für den Schweizer kaufmännischen Baubereich geeigneten Programme für uns zufriedenstellend. Gute Übereinstimmung mit den Forderungen aus dem Pflichtenheft für den baukaufmännischen Sektor wies Bau financials vom deutschen Bausoftware-Spezialisten Henke & Partner auf." In Deutschland bereits bewährt, war auch dieses Produkt 1998 noch nicht fertig für die Schweiz". Die Module für Werkhof und Schweizer Baulohn befanden sich noch in der Konzeptionsphase.
Entscheid für Henke & Partner
"Zum Tragen kam, dass diese Anwendung gleichzeitig für eine weitere Bauunternehmung in Evaluation stand", erläutert Herr Wildhaber. "Wir hatten Kontakt, haben Meinungen ausgetauscht." Aber auch deren Vertragsabschluss war kein Argument für unseren Entscheid. Die Risiken hat das nicht gemindert. Wir waren trotzdem das zweite Schweizer Unternehmen, das sich entschloss künftig mit Bau financials zu arbeiten. Die Entwicklung der "Schweizer Module" ist sehr stark von den Bedürfnissen der beiden Bauunternehmungen geprägt worden. Wir haben unser Know-how' in das Henke-System projiziert.
Gemeinsames Ergebnis: Bau financials Schweiz
"Von der einen Bauunternehmung kam viel Gedankengut zum Werkhof, von uns besonders zum Baulohn", spezifiziert der Finanzchef. "Als Erste haben wir im Januar '99 den Lohn komplett über das Henke-Modul abgewickelt. Bis heute sind noch Details, wie z.B. ARGE-Lohn, auf unsere Veranlassung hin weiter entwickelt worden. Unsere Betriebsabläufe wollten und mussten wir bis auf wenige Details nicht verändern, denn die Informatik ist ja "nur" ein Hilfsmittel zu deren Unterstützung. Der Wechsel zum neuen System wurde nicht zum Quantensprung, weil auch das vorherige Produkt inhaltlich sehr gut war. Doch das neue ist eine zukunftsorientierte in sich geschlossene integrierte Lösung der kaufmännischen Leistungen auf moderner Datenbankbasis. Mit dem Zusatzmodul Bau financials Trab können wir auch unsere Mischwerke (Transporte, Beton etc.) einbinden. Das alles hat eben eine neue Zeit aufgerollt - es ist ein Update. Weil wir alle Bereiche zugleich umstellen wollten, ergab sich ein sehr eng gesteckter zeitlicher Ablaufplan: Entscheidung 28.8.98, Projektrealisierung ab 1.9. - per 1.1.99 war für alle Module Umstellstichtag.
Wir haben unseren Entscheid nicht bereut.
Geschafft haben wir das nur, weil alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - vor allem die Modulverantwortlichen - für das gemeinsame Ziel motiviert waren. Mit der Schulung wurde bei jedem einzelnen Mitarbeiter die Erleichterung sukzessive spürbar. Heute sehnt sich keiner mehr nach dem alten System zurück. Die Software ist gut, teilweise sogar sehr gut. Wenn mich heute jemand nach einer Empfehlung fragt, rate ich ihm sich den Markt bedürfnisgerecht anzuschauen. Angesichts verschiedenartiger Benutzeranforderungen will ich da bewusst keine Programme und Anbieter anderen gegenüber stellen."
Fakten zum Unternehmen
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- Umsatzvolumen ca. 150 Mio. CHF
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- Unternehmensgruppe in Familienbesitz
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- Zentrale Führung und Koordination, Qualitätsmanagement, Personalwesen, IT- und Finanzdienstleistung in Zürich für 5 eigenständige Unternehmen, 2 Niederlassungen in der Schweiz, 1 Unternehmung in Süddeutschland
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- Tätigkeitsfelder: Hochbau, Holzbau, Tiefbau, Spezialtiefbau und Baumanagement Neubau, Umbau, Renovation und Sanierung
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- Aktuelle Grossprojekte: Unique Zurich Airport: Dock Midfield, Bahnhofterminal und Parkhaus; Eggraintunnel: Westumfahrung Zürich, Girsbergtunnel: Autobahn/-Zollanschluss Kreuzlingen/ Konstanz
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